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September 19 2017

„… und Zitronenfalter falten Zitronen …“



Ist es technische Inkompetenz und De Maizière weiß gar nicht, was er da erzählt?! Oder verkündet der Innenminister Maizière bewusst diesen Unsinn, weil er Medien und Öffentlichkeit für dumm genug hält, ihm das abzukaufen?! Am 24.8. hat er sich am Berliner S-Bahnhof Südkreuz, wo seit drei Wochen ein Testprojekt zur Gesichtserkennung läuft, ein Bild gemacht. Und dabei kundgetan: „Videoüberwachung ist sehr wichtig, um Straftaten im Nachhinein aufzuklären. Durch diese neue Technik werden Unbeteiligte nicht zusätzlich gespeichert. Innerhalb von Sekunden [sic?!] wird nur abgeglichen, ob sie in einer Fahndungsdatei stehen. Und nur in einem Trefferfall wird die Person gespeichert und dann hoffentlich verhaftet….“ [1].

Ah, ja! Wirklich?!

Wenn das Wörtchen „Wenn“ nicht wär …

Was De Maizière da erzählt, wäre – vielleicht – so,

  • wenn – gerade nach Terroranschlägen – von allen Verdächtigen dieses Anschlags sehr zeitnah verwertbare Fotos vorhanden wären,
  • wenn diese Fotos ebenso zeitnah in der richtigen „Fahndungsdatei“ eingespielt wären,
  • wenn diese Fahndungsdatei gekoppelt wäre mit dem Gesichtserkennungs-Auswertungssystem,
  • wenn zigtausende von Videokameras an zu überwachenden Verkehrsknoten, in Bahntunnels, auf Straßen und Plätzen – auch bei Regen und Dunkelheit – eine für die Auswertung ausreichende Bildqualität liefern würden, was die derzeit installierten Kamerasysteme nicht tun,
  • wenn alle diese Kameras über ultraschnelle und sichere Datenleitungen mit dem Gesichtserkennungs-Auswertungssystem verbunden wären,
  • und wenn dieses Gesichtserkennungs-Auswertungssystem die Leistungsfähigkeit besäße, zigtausende von Bildern, die u.U. gleichzeitig auflaufen „innerhalb von Sekunden“ mit den zigtausenden von Vergleichsbildern in der „Fahndungsdatei“ abzugleichen.

WENN alle diese Voraussetzungen erfüllt wären, ja dann KÖNNTE die Person vielleicht verhaftet werden. VORAUSGESETZT,

  • sie bleibt dort, wo sie aufgenommen wurde und wartet,
  • bis über die [welche eigentlich?] Alarmierungskette
  • eine verfügbare Streife [welcher Bundes- oder Länderpolizei eigentlich?] in Marsch gesetzt ist,
  • die relativ zeitnah, also nicht erst nach 30 oder mehr Minuten
  • am Ort der Aufnahme eintrifft,
  • dort den Gesuchten noch antrifft
  • UND verhaftet.

Warum das so ist und wie Gesichtserkennungssoftware eigentlich funktioniert, haben wir in einem eigenen Artikel [2] zusammengefasst.

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Ist es technische Inkompetenz und De Maizière weiß gar nicht, was er da erzählt?! Oder verkündet der Innenminister Maizière bewusst diesen Unsinn, weil er Medien und Öffentlichkeit für dumm genug hält, ihm das abzukaufen?! Am 24.8. hat er sich am Berliner S-Bahnhof Südkreuz, wo seit drei Wochen ein Testprojekt zur Gesichtserkennung läuft, ein Bild gemacht. Und dabei kundgetan: „Videoüberwachung ist sehr wichtig, um Straftaten im Nachhinein aufzuklären. Durch diese neue Technik werden Unbeteiligte nicht zusätzlich gespeichert. Innerhalb von Sekunden [sic?!] wird nur abgeglichen, ob sie in einer Fahndungsdatei stehen. Und nur in einem Trefferfall wird die Person gespeichert und dann hoffentlich verhaftet….“ [1].

Ah, ja! Wirklich?!

Wenn das Wörtchen „Wenn“ nicht wär …

Was De Maizière da erzählt, wäre – vielleicht – so,

  • wenn – gerade nach Terroranschlägen – von allen Verdächtigen dieses Anschlags sehr zeitnah verwertbare Fotos vorhanden wären,
  • wenn diese Fotos ebenso zeitnah in der richtigen „Fahndungsdatei“ eingespielt wären,
  • wenn diese Fahndungsdatei gekoppelt wäre mit dem Gesichtserkennungs-Auswertungssystem,
  • wenn zigtausende von Videokameras an zu überwachenden Verkehrsknoten, in Bahntunnels, auf Straßen und Plätzen – auch bei Regen und Dunkelheit – eine für die Auswertung ausreichende Bildqualität liefern würden, was die derzeit installierten Kamerasysteme nicht tun,
  • wenn alle diese Kameras über ultraschnelle und sichere Datenleitungen mit dem Gesichtserkennungs-Auswertungssystem verbunden wären,
  • und wenn dieses Gesichtserkennungs-Auswertungssystem die Leistungsfähigkeit besäße, zigtausende von Bildern, die u.U. gleichzeitig auflaufen „innerhalb von Sekunden“ mit den zigtausenden von Vergleichsbildern in der „Fahndungsdatei“ abzugleichen.

WENN alle diese Voraussetzungen erfüllt wären, ja dann KÖNNTE die Person vielleicht verhaftet werden. VORAUSGESETZT,

  • sie bleibt dort, wo sie aufgenommen wurde und wartet,
  • bis über die [welche eigentlich?] Alarmierungskette
  • eine verfügbare Streife [welcher Bundes- oder Länderpolizei eigentlich?] in Marsch gesetzt ist,
  • die relativ zeitnah, also nicht erst nach 30 oder mehr Minuten
  • am Ort der Aufnahme eintrifft,
  • dort den Gesuchten noch antrifft
  • UND verhaftet.

Warum das so ist und wie Gesichtserkennungssoftware eigentlich funktioniert, haben wir in einem eigenen Artikel [2] zusammengefasst.

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